Drüben und drüben: Zwei deutsche Kindheiten

Jochen Schmidt & David Wagner

Language: German

Publisher: Rowohlt E-Book

Published: Aug 29, 2014

Seitenzahl: 276
Wörter: 77335

Description:

Pressestimmen

Das Doppelporträt einer deutschen Kindheit im Kalten Krieg ist eine kleine Kostbarkeit. (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

David Wagner und Jochen Schmidt sind Meister phänomenologischer Nahbetrachtung. (Die Zeit)

Wirklich erstaunlich ist, wie präzise und detailliert beide Autoren ihre Kindheit wieder in den Blick bekommen. (Der Tagesspiegel)

Das Buch ist so gut und besonders, weil es dem vereinnahmenden "Wir" in Büchern wie Jana Hensels "Zonenkinder" (Ost) oder Florian Illies' "Generation Golf" (West) ganz unbefangen ein "Ich" entgegensetzt. (Neues Deutschland)

Diese beiden Männer sind zwei der begabtesten Beobachter von Alltag, die die deutsche Literatur derzeit hat. (WDR 5 Scala)

Eine dinggenaue Heimatkunde. (Mitteldeutsche Zeitung)

Kurzbeschreibung

Zwei Deutschlands und zwei Jungen, fast zeitgleich geboren, nur nicht im selben Staat. Der eine wächst im Westen auf, unweit der Bundeshauptstadt Bonn, der andere im Osten: in Berlin, der Hauptstadt der DDR. Sie spielen in der Wohnung, im Garten, zwischen Plattenbauten oder auf Baustellen und warten darauf, dass endlich das Fernsehprogramm beginnt. Sie fahren Rad mit Freunden, klauen ihren Geschwistern Süßigkeiten und streiten sich mit ihnen auf der Rückbank des Familienautos um den besten Platz. Sie träumen von der Fußballnationalmannschaft, üben wieder nicht Klavier und hören in der Schule, «„drüben» sei die Welt schlechter.

Zwei der erstaunlichsten Schriftsteller ihrer Generation erzählen von der Kindheit: Jochen Schmidt, Jahrgang 1970, lebte in einem Neubaugebiet in Ost-Berlin, David Wagner, Jahrgang 1971, in einem Einfamilienhaus am Rhein. Von Kindheitsraum zu Kindheitsraum – Kinderzimmer, Wohnzimmer, Küche, Spielplatz, Viertel, Schule, bei Freunden, in den Ferien – durchmessen die beiden Meister der literarischen Alltagsbeobachtung ihre Vergangenheit. In unnachahmlich präzisen, aufeinander zu geschriebenen Erzählungen zeigen sie, was die eigene Kindheit links oder rechts der innerdeutschen Grenze ausgemacht hat: Alles war politisch, aber was weiß ein Kind davon. So entsteht das deutsch-deutsche Panorama zweier Kindheiten, die sich voneinander unterscheiden und doch auch wieder nicht.