Kriegssplitter: Die Evolution der Gewalt im 20. und 21. Jahrhundert

Herfried Münkler

Language: German

Publisher: Rowohlt Berlin

Published: Sep 25, 2015

Seitenzahl: 435
Wörter: 104940

Description:

Kurzbeschreibung

Was bedeutet Krieg in unserer Zeit? Herfried Münklers glänzende Analyse der Gewalt.

Die beiden Weltkriege haben den politischen Globus geprägt – aber auch das Wesen von Krieg und Gewalt selbst hat sich seither gewandelt. Herfried Münkler zeichnet diese kulturelle wie politische Evolution nach: So begünstigte gerade das Verschwinden von Imperien neue, endlose Kleinkriege – die teilkollabierten Gebiete im Nahen Osten etwa gründen auf dem Machtvakuum, das das untergegangene Osmanische Reich hinterließ. Die Soldaten solcher Konflikte sind heute weniger in Armeen als in kleinen Trupps formiert, deren brutalste Spielart der terroristische Einzelkämpfer ist. Auch die geopolitischen Konfliktlinien verlaufen nur noch selten entlang physischer Grenzen, sondern vielmehr zwischen konkurrierenden Werten, zwischen Demagogie und Aufklärung, Arm und Reich, zwischen Datenschutz und Datenspionage in künftigen Cyberkriegen. Nicht zuletzt aus diesen Gründen plädiert Herfried Münkler, der sich einmal mehr als ein Meister der Zeitdiagnostik erweist, vehement für eine echte geopolitische Strategie des Westens. Ein glänzend geschriebenes Buch, das uns die neuen Formen der Gewalt und die Welt von heute besser begreifen lässt.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Herfried Münkler, geboren 1951, ist Professor für Politikwissenschaft an der Berliner Humboldt-Universität und Mitglied der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften. Mehrere seiner Bücher gelten mittlerweile als Standardwerke, etwa «Die neuen Kriege» (2002), «Imperien» (2005) und «Die Deutschen und ihre Mythen» (2009), das mit dem Preis der Leipziger Buchmesse ausgezeichnet wurde. Herfried Münklers vielgelobte Darstellung des Ersten Weltkriegs, «Der Große Krieg» (2013), wurde zum Bestseller.