Unterwerfung: Roman

Michel Houellebecq

Language: German

Publisher: Dumont Buchverlag

Published: Jan 16, 2015

Seitenzahl: 215
Wörter: 62492

Description:

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.
Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.

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Pressestimmen

„Wer mich vereinnahmen will, ist noch nicht geboren.“
Michel Houellebecq im Interview mit Canal Plus

„Das hellsichtigste Buch des Jahres.“
Jan Küveler, LITERARISCHE WELT

"Ich halte ›Unterwerfung‹ für eine der gelungensten, weil fantasievollsten, witzigsten, um nicht zu sagen aberwitzigsten Arbeiten, die der Autor je geschaffen hat … ein grandioses Buch."
Tilman Krause, DIE WELT

“Der neue Roman von Michel Houellebecq ist schrecklich. Er entwirft das Bild eines islamistischen Gottesstaates in Frankreich in der nahen Zukunft. Nicht dass der Roman nicht lesenswert wäre. Im Gegenteil: man kann ihn kaum aus der Hand legen. Man redet sich ein, dass die Kunst alles darf, doch die Unruhe, die den Leser erfasst, verlässt ihn nicht. Es ist ein Roman, der einen abstößt und zugleich fasziniert […] der stupende Diagnostiker Houellebecq zielt so furcht- wie gnadenlos ins Herz westlicher Angst. Kein Autor hält der offenen Gesellschaft ihre Albträume so schonungslos vor wie er."
Sandra Kegel, F.A.Z.

"Es kann gar nicht laut genug gesagt werden: 'Unterwerfung' ist kein rassistischer Roman, nicht frauenfeindlich und auch nicht islamophob. Es wimmelt darin nur von dergleichen Ansichten, aber davon, dass Houellebecq sie sich zu eigen machen würden, kann keine Rede sein [...] Mehr als jeder andere europäische Schriftsteller der Gegenwart hat Houellebecq die Sensibilität und den Mut schwelende Konflikte zu erkennen und erzählerisch fortzuspinnen [...] in seiner hingebungsvoll verwüsteten Prosa."
Jan Küveler, WELT AM SONNTAG

„Eine literarische Bombe […] der Meister der subversiven Provokation […] meldet sich als radikaler Zeitdiagnostiker und schwärzester Kulturpessimist mit einer politischen Fiktion [...] Dem Gesellschaftskritiker Houellebecq [...] geht es in Wahrheit gar nicht darum, mit einer Schreckensfantasie zu schockieren oder Hassgefühle anzufachen. Er beschreibt im Gegenlicht der islamischen Utopie die Trostlosigkeit der französischen (und europäischen) Gegenwart, in der jeder willenlos dem Drang ausgeliefert ist, sich in der von Geld und Gier getriebenen Marktgesellschaft einen beneidenswerten Platz zu erkämpfen.“
Romain Leick, SPIEGEL

„Mit kühler Ambivalenz macht der Franzose dem inzwischen ja gerade zu freiheitsbesoffenen Westen vor, wie man wahrhaft frei denkt.“
Edo Reents, F.A.Z.

„Wer Houellebecq einen Skandalautor nennt, der nur vorsätzlich provoziere, der sollte de Sade, Rimbaud, Baudelaire, Balzac aus seiner Bibliothek entfernen oder mal lesen [...] Houellebecq ist der Charlie Hebdo der europäischen Literatur. Je suis Houellebecq.“
Doris Akrap, taz

„‚Unterwerfung‘ ist ein Buch der Angst und der Einsamkeit. Es handelt von der Liebe zur Literatur, der Liebe zu denen, die die Literatur erschaffen haben, von herrlichem Sex, traurigem Sex, Polygamie, vom Glück des guten Essens, dem phantastischen Glück guten Weins, von Schüssen in Paris, Bürgerkrieg, Desinteresse an Politik, und es endet mit einer friedlichen Vision […] Es ist eines von Michel Houellebecqs besten Büchern [...] ein halb ironisches, halb ernstes Spiel mit den Möglichkeiten der Welt. Von geistiger Brandstiftung, Schüren von Ängsten ist da beim besten Willen nichts zu finden […] Die islamische Republik ist eine Houellebecqsche Traum-Vision, eine literarische Möglichkeit der Welt. Dafür ist Literatur erfunden worden.“
Volker Weidermann, F.A.S.

„Der Roman ist nicht unentschieden (wie die SZ meint). Er ist vielmehr 'Gegen alle', wie eine neue Übersetzung von Huysmans 'A rebours' heißt. Und er ist dabei noch populärer und geschickter geworden. Er spricht das an, worüber aktuell alle reden, er trifft den Nerv der Zeit, der durch das Attentat offen liegt, die Angst vor dem Islam. Aber er bedient nicht die Ängste. Im Gegenteil. Er spießt sie auf.“
Ruthard Stäblein, taz

„Eigentlich hat er einfach verdammt viel Style.“
Hannah Lühmann, DIE WELT

„Ein wichtiges Gedankenexperiment [...] Dieses Buch liefert Pegida-Idioten nicht die geringste Munition […] Houellebecq fällt auf diesen Islamisierung-des-Abendlandes-Quatsch nicht herein […] Wodurch er mir zuwider ist, sind seine Sex-Szenen. Ansonsten liefert er ein Gedankenspiel, das muss möglich sein."
Elke Heidenreich, MÜNCHNER ABENDZEITUNG

„Zum Alltag des Literaturbetriebs gehören Skandale, die ihren eigenen Erregungsroutinen folgen. Das vorschnelle Urteil über Michel Houellebecqs neuen Roman, die Abqualifizierung als antiislamistisches Thesenstück war dafür ein gutes Beispiel. Nun, da man ihn auch liest, zeigt sich, dass es sich doch komplizierter verhält.“
Richard Kämmerlings, DIE WELT

"[Der Roman erscheint vielen als] eine Vorwegnahme des terroristischen Überfalls und [...] ein Lockruf des Schreckens [...] Dagegen ist der Autor so machtlos wie gegen alle anderen Konsequenzen, die seine Leser aus seinen Büchern ziehen. Und er darf aus dieser Machtlosigkeit nicht die Konsequenz ziehen, den Roman seinen Folgen zu opfern.“
Thomas Steinfeldt, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Selten hat sich eine literarische Versuchsordnung so nahe an die Wirklichkeit gewagt. Man sollte ihr das nicht zum Vorwurf machen. Wirklich auf den Schlips getreten fühlen dürften sich allenfalls die Huysmans-Forscher.“
Stefan Kister, STUTTGARTER ZEITUNG

"Das Buch, über das im Januar ganz Frankreich spricht und bald auch ganz Deutschland"
ZDF HEUTE JOURNAL

"Nichts für intellektuelle Feiglinge. [...] Da ist etwas im Busch, und dieses Gefühl der Auflösung, nicht nur der Individuen, sondern auch der Gesellschaft und der Politik, ein Grundmotiv Houellebecqs, verdichtet sich im Lauf der Erzählung derart, dass der Leser das Buch nicht aus der Hand legen mag. Auch wenn er sich weder mit der Hauptperson noch mit Houellebecq identifiziert."
Gero von Randow, ZEIT ONLINE

„ Ein phänomenales, genaues Porträt der französischen Gesellschaft, vor allem ihrer Medien und der politischen Klasse, deren Personal unfreiwillig und ungefragt in Nebenrollen auftritt, wobei der Autor vor herrlichen Überzeichnungen nicht zurückschreckt. Rücksichtslos beschreibt er in eher platten Sätzen die französischen Realitäten, Tabus, Albträume und Obsessionen. Es ist ein heilsames Buch – eine Komödie, von der vielleicht sogar eine Katharsis ausgehen kann.“
Jürg Altwegg, F.A.Z.

"Der Roman ist am Ende nur ein ziemlich ernst gemeinter Spaß. Es wäre Unsinn, seinem Autor vorzuwerfen, den europäischen Rechtspopulismus, mit dessen Ängsten er sarkastisch spielt, noch zu schüren. Houellebecq - noch immer einer der begnadetsten Beobachter unserer Lebenslügen und Widersprüche - lässt sich nicht in die Karten gucken. Er schreibe [...] darüber, was die Leute so reden. Er sei eben das Produkt seiner Epoche."
Iris Radisch, DIE ZEIT

„Ob das böse schillernde Buch Horrorszenario, Erlösungs-Fata-Morgana oder ätzende Gegenwartssatire ist, liegt im Auge des Betrachters. Und der sollte schon schwindelfrei auf dieses intellektuelle Gratwanderung gehen.“
Hartmut Wilmes, KÖLNISCHE RUNDSCHAU

„Houellebecq spitzt die Scheinheiligkeit der französischen Gesellschaft satirisch zu […] die Aufregung, um das Buch könnte vor allem eines belegen: wie recht sein Autor in vielem hat.“
Frank Olbert, KÖLNER STADT-ANZEIGER

"Ein brillianter Gesellschaftsroman über den Albtraum aller Pegida-Aktivisten."
PLAYBOY

"Kein Aufklärer hätte es besser sagen können."
Martina Meister, CICERO

„Die Verführbarkeit zum Extremismus, das ist es, was Michel Houellebecqs Roman verhöhnt.“
Christopher Schmidt, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Die wahre Provokation seines Rom […] ist die von ihm visionierte freiwillige Selbstaufgabe einer Gesellschaft, die sich von der Tradition des Kampfes um die Werte der Freiheit verbschiedet hat.“
Georg Diez, DER SPIEGEL

"Ein kluges Buch, das interessante Diskussionen über die Verquickung von Kirche und Staat anregt."
Ulrike Hübner, BUCHREPORT

„Er übt seine Verantwortung als Schriftsteller aus, indem er sie verweigert. Dass er gekommen ist, trotz der Drohungen gegen ihn, trotz seiner Scheu [...] das war an diesem Abend die Botschaft. Mehr geht in seiner Welt nicht: Er zeigte sich alles freier Mann.“
Niels Minkmar, F.A.Z.

„Ein Meister der Überwerfung“
Alex Rühle, SÜDDEUTSCHE ZEITUNG

„Der Schriftsteller präsentierte sich heiter, gelassen und souverän.“
Joachim Güntner, NEUE ZÜRICHER ZEITUNG

"Man muss die Brillanz, die Originalität, die Intelligenz, die Präzision von Houellebecqs Szenario in "Unterwerfung" faktisch anerkennen."
Friederike Gösweiner, DIE PRESSE

"Houellebecq beschreibt nüchtern und lakonisch, oft sehr witzig - aber er bewertet nicht. Damit muss man als Leser erst einmal zurechtkkommen."
Jochen Kürten, DEUTSCHE WELLE

„Der Titel hat die Gemütslage unserer Zeit auf den Punkt gebracht.“
Dirk Kurbjuweit, SPIEGEL-ZUR LAGE DER WELT

„Houellebecq erzählt gnadenlos, aber trotzdem voll Poesie.“
Gerald Votave, PRESSE

„Das Buch der Stunde, dem unanständig viel zugemutet wird (…) Hoeuellebecq ist auf dem Höhepunkt seines Schreibens angelangt.“
Wofgang Paterno, FORMAT

"Mehr kann man von einem Buch nicht verlangen."
Björn Gauges, FULDAER ZEITUNG

"Ein zu Recht hochgelobter Roman."
Georg Hoffmann-Ostenhof, PROFIL

"Dieses Buch verhandelt anregend einige der zentralen Konflikte unserer Gegenwart."
Denis Scheck, DER TAGESSPIEGEL

"Ein Roman, den man kaum aus der Hand legen kann."
DBB MAGAZIN

"Der bedeutendste Autor unserer Zeit beherrscht die Illusion der Authentizität perfekt."
Daniel Rüffer, STADTBLATT OSNABRÜCK

"Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit und zugleich mit virtuoser Ironie ausdeutet."
WEG IN DIE WIRTSCHAFT

„Der umwerfendste Schriftsteller unserer Gegenwart.“
Julia Enke, F.A.S.

"Nach dem Anschlag auf Charlie Hebdo kommt man an dem Buch nicht vorbei. Houellebecq tut weh, sein Humor ist dunkelschwarz und seine Welt voller Fantasie und Albträume."
Melanie Reinsch, BERLINER ZEITUNG

"Eine imposante politische Zukunftsvision [...] Der exzellent gezeichnete Protagonist ist der perfekte Antiheld."
Agnes Brunner, REZENSÖHNCHEN

"Michel Houellebecqs Roman 'Unterwerfung' ist ein grandioser Roman, inhaltlich höchst relevant und literarisch einwandfrei konstruiert."
Friederike Gösweiner, SPECTRUM/ DIE PRESSE

"Das hat Houellebecqs Romane seit jeher ausgezeichnet: dass er bei seiner Gesellschafts- und Kulturkritik niemanden ausnimmt, auf keiner Seite steht, keine Politik betreibt - und sich daher auch nicht so einfach vereinnahmen lässt."
Mathias Ellwanger, WAIBLINGER KREISZEITUNG

„Angesichts des Terrors aktueller denn je (…)Houellebecqs Satire macht die wirkliche Situation gerade durch die Überspitzung deutlich. (…) Wir werden nicht abgeschafft. Wir schaffen uns selbst ab. Das führt „Unterwerfung“ witzig-aberwitzig vor. Es ist das Buch, das wir brauchen, um zu wissen, was wir tun und was wir auf keinen Fall nicht tun sollen (sic) . Es ist das Buch dieses Moments.“
Arno Widmann, BERLINER ZEITUNG und KÖLNER STADTANZEIGER

Kurzbeschreibung

Es ist vielleicht der umstrittenste Roman des letzten Jahres: ›Unterwerfung‹ handelt vom Zusammenprall der Kulturen und stellt Fragen zum Verhältnis von Orient und Okzident, von Judentum, Islam und Christentum – Fragen, die heute so relevant sind wie nie. Goncourt-Preisträger Michel Houellebecq präsentiert sich als furchtloser Gesellschaftsdenker, der die bestimmenden Spannungsverhältnisse unserer Epoche mit großer Ernsthaftigkeit – und zugleich mit virtuoser Ironie – ausdeutet.
Er erzählt in ›Unterwerfung‹ die Geschichte des Literaturwissenschaftlers François. Der Akademiker forscht im Frankreich einer sehr nahen Zukunft zu dem dekadenten Schriftsteller Huysmans, der ihn sein Leben lang fasziniert. Zugleich verfolgt er die Ereignisse um die anstehende Präsidentschaftswahl: Während es dem charismatischen Kandidaten der Bruderschaft der Muslime gelingt, immer mehr Stimmen auf sich zu vereinigen, kommt es in der Hauptstadt zu tumultartigen Ausschreitungen. Als schließlich ein Bürgerkrieg unabwendbar scheint, verlässt François Paris ohne ein bestimmtes Ziel. Es ist der Beginn einer Reise in sein Inneres.