Josek und Kerstin sind ein Traumpaar, sehen klasse zusammen aus. Es gibt Probleme, ja, aber nichts Unüberwindbares, sagt er. Dann das Unvermeidliche: Sie geht. Scheidung. Josek fühlt sich überfahren. Hat er nicht alles für Kerstin getan? Er igelt sich ein, reimt sich seine ganz persönliche Wahrheit zusammen und lässt nur noch wenige Freunde an sich heran.
Als die lebensfrohe Mira – das Mädchen vom Supermarkt gegenüber – wie ein Wirbelwind in sein Leben rauscht, scheint sich ein Zauber zu vollziehen: Josek erwacht, hinterfragt sein Denken und beginnt langsam zu verstehen. Hat er Kerstin von sich weggetrieben? Kann er sie noch zurückgewinnen, oder möchte er das nun nicht mehr, weil es Mira gibt?
Es ist ein anstrengender Weg von der Raupenpuppe zum Schmetterling. Josek kämpft tapfer, um seine Existenz, die Wahrheit und die Liebe – für die es nie zu spät zu sein scheint, auch wenn bereits viel verloren ist.
Die wahrscheinlich aufregendste Liebesgeschichte der Gegenwart stellt der Tragödie ein Bein und erzählt mit einem Augenzwinkern die Geschichte von den guten Geistern menschlicher Antriebskraft, gescheiterten Lebensentwürfen und euphorischen Aufbrüchen.
infovole.de/blog über das Buch:
Anspruchsvolle Romane über die Liebe sind rar gesät. Und die männliche Erzählperspektive wird selten gewählt. Dabei gibt es viele gute Werke dieser Art, die uns allen in Erinnerung geblieben sind: Böll's "Ansichten eines Clowns" oder Plenzdorf's "Die neuen Leiden des jungen W", aber auch moderne Werke von Murakami oder Auster beweisen, dass weder Reflexion noch männliche Perspektive gute Unterhaltung und Herzschmerz verhindern müssen.
Schmetterlingsgift holt die grundlegenden Eigenschaften einer fast vergessenen Erzählform in unsere Gegenwart und verpackt sie in eine wirklich spannende – und auch ein wenig fantastische – Liebesgeschichte. Der Protagonist, Josek, ist ein Mann, der einen langen Weg der Verdrängung beschreitet, um am Ende zu einer Aufarbeitung seiner Gefühle zu gelangen. Dabei stehen ihm einige Figuren beiseite, die zunächst etwas skurril wirken, was sich aber über den Verlauf der Geschichte hinweg relativiert. (... mehr darf hier nicht verraten werden, Spoilergefahr!)
Die Themen sind vielfältig und scheinen zunächst erschlagend düster: Die Ehescheidung – mittlerweile zu einem Standardinstrument des modernen Lebensabschnittsdesigns mutiert – ist das Ende jeder Rücksicht. Josek setzt die Trennung von seiner Frau sehr zu, die diese bereits innerlich verarbeitete, als er noch völlig ahnungslos war. Betrug, Lügen, das Verletzt sein, dann die Flucht, Alkohol, Drogen, das Wieder-Selbst-Werden durch Selbstbetrug, Ausflüchte – dabei das typische Wellenmeer der Gefühle: manisch-depressive Verhaltensweisen. Das ändert sich aber schnell, als die Protagonistin Mira die Bühne betritt. Ihre leichte Art lässt kein weiteres Leiden zu und verdreht Josek gehörig den Kopf. Der muss nun aufpassen, dass er nicht alle seine neu gewonnenen Einsichten und Wahrheiten über Bord werfen muss. Tatsächlich eröffnen ihm die Gespräche mit Mira eine neue (und eben "auch" weibliche) Perspektive.
Schmetterlingsgift ist ein grausam-liebevoller, schmerzlich-melancholischer und dann doch wieder bunter und lebensbejahender Roman voller Sehnsucht nach der echten, der wahren Liebe.
"Menschen am Abgrund sind so nackt, dass sie einem sofort sympathisch sind."
Description:
Josek und Kerstin sind ein Traumpaar, sehen klasse zusammen aus. Es gibt Probleme, ja, aber nichts Unüberwindbares, sagt er. Dann das Unvermeidliche: Sie geht. Scheidung. Josek fühlt sich überfahren. Hat er nicht alles für Kerstin getan? Er igelt sich ein, reimt sich seine ganz persönliche Wahrheit zusammen und lässt nur noch wenige Freunde an sich heran.
Als die lebensfrohe Mira – das Mädchen vom Supermarkt gegenüber – wie ein Wirbelwind in sein Leben rauscht, scheint sich ein Zauber zu vollziehen: Josek erwacht, hinterfragt sein Denken und beginnt langsam zu verstehen. Hat er Kerstin von sich weggetrieben? Kann er sie noch zurückgewinnen, oder möchte er das nun nicht mehr, weil es Mira gibt?
Es ist ein anstrengender Weg von der Raupenpuppe zum Schmetterling. Josek kämpft tapfer, um seine Existenz, die Wahrheit und die Liebe – für die es nie zu spät zu sein scheint, auch wenn bereits viel verloren ist.
Die wahrscheinlich aufregendste Liebesgeschichte der Gegenwart stellt der Tragödie ein Bein und erzählt mit einem Augenzwinkern die Geschichte von den guten Geistern menschlicher Antriebskraft, gescheiterten Lebensentwürfen und euphorischen Aufbrüchen.
infovole.de/blog über das Buch:
Anspruchsvolle Romane über die Liebe sind rar gesät. Und die männliche Erzählperspektive wird selten gewählt. Dabei gibt es viele gute Werke dieser Art, die uns allen in Erinnerung geblieben sind: Böll's "Ansichten eines Clowns" oder Plenzdorf's "Die neuen Leiden des jungen W", aber auch moderne Werke von Murakami oder Auster beweisen, dass weder Reflexion noch männliche Perspektive gute Unterhaltung und Herzschmerz verhindern müssen.
Schmetterlingsgift holt die grundlegenden Eigenschaften einer fast vergessenen Erzählform in unsere Gegenwart und verpackt sie in eine wirklich spannende – und auch ein wenig fantastische – Liebesgeschichte. Der Protagonist, Josek, ist ein Mann, der einen langen Weg der Verdrängung beschreitet, um am Ende zu einer Aufarbeitung seiner Gefühle zu gelangen. Dabei stehen ihm einige Figuren beiseite, die zunächst etwas skurril wirken, was sich aber über den Verlauf der Geschichte hinweg relativiert. (... mehr darf hier nicht verraten werden, Spoilergefahr!)
Die Themen sind vielfältig und scheinen zunächst erschlagend düster: Die Ehescheidung – mittlerweile zu einem Standardinstrument des modernen Lebensabschnittsdesigns mutiert – ist das Ende jeder Rücksicht. Josek setzt die Trennung von seiner Frau sehr zu, die diese bereits innerlich verarbeitete, als er noch völlig ahnungslos war. Betrug, Lügen, das Verletzt sein, dann die Flucht, Alkohol, Drogen, das Wieder-Selbst-Werden durch Selbstbetrug, Ausflüchte – dabei das typische Wellenmeer der Gefühle: manisch-depressive Verhaltensweisen. Das ändert sich aber schnell, als die Protagonistin Mira die Bühne betritt. Ihre leichte Art lässt kein weiteres Leiden zu und verdreht Josek gehörig den Kopf. Der muss nun aufpassen, dass er nicht alle seine neu gewonnenen Einsichten und Wahrheiten über Bord werfen muss. Tatsächlich eröffnen ihm die Gespräche mit Mira eine neue (und eben "auch" weibliche) Perspektive.
Schmetterlingsgift ist ein grausam-liebevoller, schmerzlich-melancholischer und dann doch wieder bunter und lebensbejahender Roman voller Sehnsucht nach der echten, der wahren Liebe.
"Menschen am Abgrund sind so nackt, dass sie einem sofort sympathisch sind."
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