Der totale Rausch: Drogen im Dritten Reich

Norman Ohler

Language: German

Published: Sep 10, 2015

Seitenzahl: 516
Wörter: 79203

Description:

Drogen im Dritten Reich – »dieses Buch ändert das Gesamtbild« (Hans Mommsen)
Über Drogen im Dritten Reich ist bislang wenig bekannt. Norman Ohler geht den Tätern von damals buchstäblich unter die Haut und schaut direkt in ihre Blutbahnen hinein. Arisch rein ging es darin nicht zu, sondern chemisch deutsch – und ziemlich toxisch. Wo die Ideologie für Fanatismus und »Endsieg« nicht mehr ausreichte, wurde hemmungslos nachgeholfen, während man offiziell eine strikte Politik der »Rauschgiftbekämpfung« betrieb. Als Deutschland 1940 Frankreich überfiel, standen die Soldaten der Wehrmacht unter 35 Millionen Dosierungen Pervitin. Das Präparat – heute als Crystal Meth bekannt – war damals in jeder Apotheke erhältlich, machte den Blitzkrieg erst möglich und wurde zur Volksdroge im NS-Staat. Auch der vermeintliche Abstinenzler Hitler griff gerne zur pharmakologischen Stimulanz: Als er im Winter 1944 seine letzte Offensive befehligte, kannte er längst keine nüchternen Tage mehr. Schier pausenlos erhielt er von seinem Leibarzt Theo Morell verschiedenste Dopingmittel, dubiose Hormonpräparate und auch harte Drogen gespritzt. Nur so konnte der Diktator seinen Wahn bis zum Schluss aufrechterhalten. Ohler hat bislang gesperrte Materialien ausgewertet, mit Zeitzeugen, Militärhistorikern und Medizinern gesprochen. Entstanden ist ein erschütterndes, faktengenaues Buch. Der totale Rausch wurde von dem bedeutenden Historiker Hans Mommsen begleitet, der das Nachwort beisteuert. Sein Fazit: »Dieses Buch ändert das Gesamtbild.«

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Pressestimmen

»Norman Ohlers Buch ist [...] eines der interessantesten Bücher der letzten Jahre.« (Julia Encke Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 2015-09-13)

»Überzeugt auch gestandene Wissenschaftler.« (Matthias Drobinski Süddeutsche Zeitung 2015-09-08)

»Ein verwegen-fesselndes Buch« (Stern)

»Ein wichtiges Buch« (Deutschlandradio)

»Ein klug recherchiertes Buch, das erstmals ausführlich belegt, wie perfide die Drogenpraxis der Nationalsozialisten war.« (RBB, Stilbruch)

»Ohler lehnt sich aus dem Fenster, aber er fällt nicht aus ihm heraus.« (Konstantin Sakkas, misterdarcysblog 2016-01-19)

»Nur die wenigsten Sachbücher weisen wie dieses die Qualitäten eines guten Thrillers auf.« (Konrad D. Fromm www.endstation-rechts.de 2015-11-18)

»Sehr gut und äußerst interessant ... eine wichtige wissenschaftliche Studie, ausgezeichnet recherchiert.« (Ian Kershaw Ian Kershaw 2015-10-07)

»Der totale Rausch liest sich [...] wie dieser Rausch selbst.« (Cord Riechelmann spex Magazin für Popkultur 2015-09-22)

»Ohler [...] hat für sein erstes Sachbuch durchaus interessante Details recherchiert, die das bisherige Bild Hitler-Deutschland ergänzen.« (Sven Felix Kellerhoff Die Welt 2015-09-18)

»Ein packendes Buch.« (Mitteldeutsche Zeitung 2015-09-18)

»Ohler ist ein gleichermassen rasantes wie informatives Sachbuch-Debüt gelungen.« (Linus Schöpfer Tages-Anzeiger 2015-09-18)

» Der totale Rausch birst vor interessanten Fakten.« (Katharina Bloom Vice 2015-09-01)

»Wer auf spannend geschriebene, gut recherchierte Lektüre über ein bisher weniger gut ausgeleuchtetes Kapitel der Nazi-Zeit hofft, wird nicht enttäuscht.« (BILD)

»Beinahe im Leserausch verschlingt man die rund 360 Seiten.« (SWR Landesschau Rheinland-Pfalz)

»Ohler schreibt Literatur, eine historiographische Variante des New Journalism.« (Der Spiegel)

»Ohlers Buch ist auch eine Aufforderung, Schluss zu machen mit der Tabuisierung des Drogenproblems.« (Berliner Zeitung)

Kurzbeschreibung

Drogen im Dritten Reich – »dieses Buch ändert das Gesamtbild« (Hans Mommsen)
Über Drogen im Dritten Reich ist bislang wenig bekannt. Norman Ohler geht den Tätern von damals buchstäblich unter die Haut und schaut direkt in ihre Blutbahnen hinein. Arisch rein ging es darin nicht zu, sondern chemisch deutsch – und ziemlich toxisch. Wo die Ideologie für Fanatismus und »Endsieg« nicht mehr ausreichte, wurde hemmungslos nachgeholfen, während man offiziell eine strikte Politik der »Rauschgiftbekämpfung« betrieb. Als Deutschland 1940 Frankreich überfiel, standen die Soldaten der Wehrmacht unter 35 Millionen Dosierungen Pervitin. Das Präparat – heute als Crystal Meth bekannt – war damals in jeder Apotheke erhältlich, machte den Blitzkrieg erst möglich und wurde zur Volksdroge im NS-Staat. Auch der vermeintliche Abstinenzler Hitler griff gerne zur pharmakologischen Stimulanz: Als er im Winter 1944 seine letzte Offensive befehligte, kannte er längst keine nüchternen Tage mehr. Schier pausenlos erhielt er von seinem Leibarzt Theo Morell verschiedenste Dopingmittel, dubiose Hormonpräparate und auch harte Drogen gespritzt. Nur so konnte der Diktator seinen Wahn bis zum Schluss aufrechterhalten. Ohler hat bislang gesperrte Materialien ausgewertet, mit Zeitzeugen, Militärhistorikern und Medizinern gesprochen. Entstanden ist ein erschütterndes, faktengenaues Buch. Der totale Rausch wurde von dem bedeutenden Historiker Hans Mommsen begleitet, der das Nachwort beisteuert. Sein Fazit: »Dieses Buch ändert das Gesamtbild.«