Die goldenen Sporen

Nana la Chatte

Book 2 of Der Raubritter

Language: German

Published: Jul 29, 2014

Seitenzahl: 255
Wörter: 68422

Description:

„Der Raubritter“ ist eine abgeschlossene Trilogie.

Vorab ein Hinweis: In diesem Roman wird die im Mittelalter rechtlich verankerte Unterwerfung der Frau unter die „Munt“ des Mannes nicht beschönigt. Der Mann hat das Sagen, die Frau ist zum Gehorsam verpflichtet, was nicht zwangsläufig zum Unglücklichsein führt. Das schlägt sich in dieser Geschichte auch in den deftigen, manchmal gewalttätigen aber fast immer lustvollen erotischen Szenen nieder. Die Frauen in diesem Roman lieben ihren „Ritter Handfest & Gefährlich“, der für sie jedes Abenteuer auf sich nimmt. Und manche zärtliche Handgreiflichkeit wird auch einfach mit Humor genommen. Üble Vergewaltiger und bösartige Charaktere erleiden ihre gerechte Strafe. Übrigens: Auch Prinz Eisenherz hat seiner Aleta mal den Hintern versohlt – und sie hat’s ihm nicht übel genommen. Wer diese Art der Erotik ablehnt, dem empfiehlt die Autorin, das Buch gar nicht erst zu lesen.

Zum Inhalt: Im zweiten Teil des Raubritter-Romans sprühen nur so die Funken! Schon auf der Reise zum Kloster Lorsch erleben Max Heinrich und sein Freund Ottfried Aufregendes. So erfahren sie, wie ihr Herr einer hübschen aber geldgierigen Wirtin das richtige Zählen beibringt. Oder wie es bei den Antoniter-Mönchen zugeht, welche als einzige das Geheimnis kennen, Menschen von der schrecklichen Krankheit des Antonius-Feuers zu heilen. Angekommen im Reichskloster, wartet dort bereits der Scheiterhaufen auf eine junge Hexe, die versucht hat, ihren Inquisitor zu verführen. Kann Max Heinrich die Unglückliche noch retten? Währenddessen geht der lüsterne Abt nachts seinen unsagbaren Neigungen nach. Schließlich prallen die Schwerter im heftigen Kampfgetümmel aufeinander, als Max Heinrichs Gönner, Kaiser Friedrich Barbarossa, die Burg des Königs von Polanien einnehmen will. Und endlich erfährt unser Held, wer sein wahrer Vater ist.

Leserprobe

Der schaurige Kerker wurde von zwei Fackeln in ein flackerndes Licht getaucht. Ein wahrhaftig höllisches Szenario bot sich dem Auge. Das Verlies war eng und lag so tief, dass kein Zugang für Tageslicht und frische Luft bestand. Es stank bestialisch nach abgestandener Luft, Angstschweiß und Exkrementen. In einem sackartigen Büßerhemd auf einem Haufen Stroh, den man achtlos in einer Ecke aufgeschichtet hatte, lag das Mädchen. Sie war mit einem Arm an eine eiserne Kette gefesselt, die mit einem schweren, soliden Ring am Mauerwerk befestigt war. Aber auch wenn die Kette nicht gewesen wäre – wie hätte sie ihrem Kerker entkommen sollen? Es war ein weiteres Element der Erniedrigung, aber nichts gegen das Grauen, dem sie entgegen sah. Sie lag wach und mit weit aufgerissenen Augen auf dem schmachvollen Strohlager, zusammengerollt wie ein Kind im Mutterleib. Als sie das Zufallen der Tür vernahm und sah, wer hereingekommen war, krabbelte sie auf allen Vieren in den äußersten Winkel des Strohlagers und krallte sich an den kalten, feuchten Steinen fest. Ihre Finger waren zerschunden und voll von getrocknetem Blut.
„Nicht jetzt schon“, heulte sie in rasender Angst. „Nicht jetzt schon. Bitte.“ Und sie begann ein trockenes, steinerweichendes Schluchzen.
Mit zwei Schritten war Jerome bei ihr und umarmte sie. Doch sie schien die Zärtlichkeit der Geste nicht wahrzunehmen. Ihr geschundener Leib, der nicht nur an den Füßen Brandmale aufwies, welche die rohen Folterknechte ihr auf seinen Befehl zugefügt hatten, spürte nur den heftigen Schmerz, der durch diese Berührung ausgelöst wurde.
„Katharina“, flüsterte Jerome, „hab keine Angst. Ich bin da. Ich werde dich retten“.

**

Kurzbeschreibung

„Der Raubritter“ ist eine abgeschlossene Trilogie.

Vorab ein Hinweis: In diesem Roman wird die im Mittelalter rechtlich verankerte Unterwerfung der Frau unter die „Munt“ des Mannes nicht beschönigt. Der Mann hat das Sagen, die Frau ist zum Gehorsam verpflichtet, was nicht zwangsläufig zum Unglücklichsein führt. Das schlägt sich in dieser Geschichte auch in den deftigen, manchmal gewalttätigen aber fast immer lustvollen erotischen Szenen nieder. Die Frauen in diesem Roman lieben ihren „Ritter Handfest & Gefährlich“, der für sie jedes Abenteuer auf sich nimmt. Und manche zärtliche Handgreiflichkeit wird auch einfach mit Humor genommen. Üble Vergewaltiger und bösartige Charaktere erleiden ihre gerechte Strafe. Übrigens: Auch Prinz Eisenherz hat seiner Aleta mal den Hintern versohlt – und sie hat’s ihm nicht übel genommen. Wer diese Art der Erotik ablehnt, dem empfiehlt die Autorin, das Buch gar nicht erst zu lesen.

Zum Inhalt: Im zweiten Teil des Raubritter-Romans sprühen nur so die Funken! Schon auf der Reise zum Kloster Lorsch erleben Max Heinrich und sein Freund Ottfried Aufregendes. So erfahren sie, wie ihr Herr einer hübschen aber geldgierigen Wirtin das richtige Zählen beibringt. Oder wie es bei den Antoniter-Mönchen zugeht, welche als einzige das Geheimnis kennen, Menschen von der schrecklichen Krankheit des Antonius-Feuers zu heilen. Angekommen im Reichskloster, wartet dort bereits der Scheiterhaufen auf eine junge Hexe, die versucht hat, ihren Inquisitor zu verführen. Kann Max Heinrich die Unglückliche noch retten? Währenddessen geht der lüsterne Abt nachts seinen unsagbaren Neigungen nach. Schließlich prallen die Schwerter im heftigen Kampfgetümmel aufeinander, als Max Heinrichs Gönner, Kaiser Friedrich Barbarossa, die Burg des Königs von Polanien einnehmen will. Und endlich erfährt unser Held, wer sein wahrer Vater ist.

Leserprobe

Der schaurige Kerker wurde von zwei Fackeln in ein flackerndes Licht getaucht. Ein wahrhaftig höllisches Szenario bot sich dem Auge. Das Verlies war eng und lag so tief, dass kein Zugang für Tageslicht und frische Luft bestand. Es stank bestialisch nach abgestandener Luft, Angstschweiß und Exkrementen. In einem sackartigen Büßerhemd auf einem Haufen Stroh, den man achtlos in einer Ecke aufgeschichtet hatte, lag das Mädchen. Sie war mit einem Arm an eine eiserne Kette gefesselt, die mit einem schweren, soliden Ring am Mauerwerk befestigt war. Aber auch wenn die Kette nicht gewesen wäre – wie hätte sie ihrem Kerker entkommen sollen? Es war ein weiteres Element der Erniedrigung, aber nichts gegen das Grauen, dem sie entgegen sah. Sie lag wach und mit weit aufgerissenen Augen auf dem schmachvollen Strohlager, zusammengerollt wie ein Kind im Mutterleib. Als sie das Zufallen der Tür vernahm und sah, wer hereingekommen war, krabbelte sie auf allen Vieren in den äußersten Winkel des Strohlagers und krallte sich an den kalten, feuchten Steinen fest. Ihre Finger waren zerschunden und voll von getrocknetem Blut.
„Nicht jetzt schon“, heulte sie in rasender Angst. „Nicht jetzt schon. Bitte.“ Und sie begann ein trockenes, steinerweichendes Schluchzen.
Mit zwei Schritten war Jerome bei ihr und umarmte sie. Doch sie schien die Zärtlichkeit der Geste nicht wahrzunehmen. Ihr geschundener Leib, der nicht nur an den Füßen Brandmale aufwies, welche die rohen Folterknechte ihr auf seinen Befehl zugefügt hatten, spürte nur den heftigen Schmerz, der durch diese Berührung ausgelöst wurde.
„Katharina“, flüsterte Jerome, „hab keine Angst. Ich bin da. Ich werde dich retten“.