Sam aus dem Meer - Der Weg nach Hause

Isabell Schmitt-Egner

Language: German

Published: Jan 23, 2013

Seitenzahl: 247

Description:

Endlich da! Liebe Leser, hier endlich Sam Band 4 für euch!
Ein Fremder taucht bei den Cunnings auf und bietet George eine große Geldsumme, wenn er ihm Sam als Forschungsobjekt überlässt. George weigert sich, aber der Fremde erpresst Sams Adoptivvater ...

Leseprobe Sam aus dem Meer - Der Weg nach Hause:

»Ins Haus, Sam. Sofort«, sagte Cunnings hart und der Junge zuckte zusammen bei dem harschen Tonfall. Dann setzte er sich in Bewegung, zögernd und etwas unsicher. Auf der Hälfte des Weges drehte er sich noch einmal um, aber ein strenger Blick seines Adoptivvaters brachte ihn dazu, der Anweisung zu folgen. Cunnings zog sein Handy aus der Tasche.
»Ich rufe die Polizei, da Sie offensichtlich nicht bereit sind, mein Grundstück zu verlassen.«
»Stecken Sie das Telefon weg«, sagte Chris ruhig. »Sie wollen bestimmt nicht, dass ich mit der Polizei über Sam spreche. Und darüber, was er wirklich ist.«
Chris sah, dass Cunnings zögerte und spürte eine gewisse Genugtuung. Er saß am längeren Hebel, ja, das war so. Und George Cunnings würde das sehr bald einsehen.
»Fünf Millionen Dollar. Damit sind Sie ein reicher Mann, sind ausreichend entschädigt und können Ihre ganzen wohltätigen Projekte durchziehen, inklusive aller illegalen Adoptionen, die Sie mit ihrem Freund Jack veranstalten. Ja, Sie sehen, ich weiß so manches. Und ich weiß noch mehr.«
»Sie sind verrückt«, sagte Cunnings heiser.
»Nein, aber ich bin großzügig, wie Sie sehen. Ich mache Ihnen ein Angebot, von dem Sie auch profitieren und zwar genau ein einziges Mal.«
»Verschwinden Sie. Auf der Stelle.«
»Wie Sie wollen, aber Sie machen einen großen Fehler, wenn Sie jetzt nein sagen.«
»Verlassen Sie mein Grundstück.«
Chris sah Cunnings ins Gesicht und wusste, dass dieser Mann zu den wenigen Widerständlern gehörte, die man nicht lockte, sondern zwang. Trotzdem wagte er noch einen Versuch.
»Zehn Millionen. Mein letztes Angebot. Sam wird es gut bei mir haben und Sie tun noch ein gutes Werk. Denken Sie daran, ich habe ein Recht auf ihn. Ich hatte ihn bereits für ein Projekt eingeplant, bevor Sie ihn kannten. Mein Angebot ist mehr als fair, das müssen Sie zugeben. Ich kriege am Ende immer, was ich will. Also schlagen Sie ein, solange Sie noch können.«
Cunnings hob kommentarlos das Handy ans Ohr und Chris wandte sich zum Gehen. Mit der Polizei wurde er zwar fertig, aber er würde sich jetzt zurückziehen. Er hatte Cunnings genug Chancen gegeben.

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