In den Gärten des Herzens

Asta Scheib

Language: German

Publisher: Hoffmann und Campe

Published: Jul 22, 2013

Seitenzahl: 399
Wörter: 113623

Description:

Pressestimmen

"Ein einfühlsames, aber niemals pathetisches Porträt und gleichzeitig ein eindrucksvolles Stück bayerischer Zeitgeschichte." (Birgit Ruf in den "Nürnberger Nachrichten")

"Das bittere Sozialporträt einer hochbegabten Unterprivilegierten - und zugleich ein gewissenhafter Stadt-Land-Report über traditionelle Frauenbilder des frühen 20. Jahrhunderts." (Ponkie in der "Abendzeitung")

"Ein spannender historischer Roman." (Nicole Langenbach im "Münchner Merkur")

Kurzbeschreibung

Interessante Frauenschicksale der Geschichte haben die Erfolgsautorin Asta Scheib immer wieder zu Romanen inspiriert. In ihrem neuen Buch beleuchtet sie das tragische Schicksal der Schriftstellerin Lena Christ und ihren mysteriösen Freitod im Jahr 1920.

Warum wollte Lena Christ sterben? Diese Frage gibt bis heute Rätsel auf. Denn die Dichterin hatte den gesellschaftlichen Durchbruch geschafft. Sie war vom ledigen Bankert, von der geprügelten, ausgebeuteten und vergewaltigten jungen Frau aufgestiegen zur anerkannten Schriftstellerin. Aus den bunten Gärten ihres Herzens schöpfte sie eine Kraft und Fantasie, die ihr niemand nehmen konnte. Ihre leuchtende Sprachkraft, ihr sprühender Witz machten ihre Romane und Erzählungen unverwechselbar. Christ wurde eine über ihre bayerische Heimat hinaus berühmte Dichterin und zählte bekannte Künstler zu ihren Freunden. Sogar König Ludwig III. schätzte sie außerordentlich und bedachte sie mit Orden und Preisen. Asta Scheib, die mit ihrer Romanbiographie über Ottilie von Faber-Castell einen Bestseller schrieb, hat sich intensiv mit dem Leben von Lena Christ auseinandergesetzt und als neue Quelle den Nachlass des Schriftstellers Peter Jerusalem hinzugezogen. Warum, so stellt sich die Frage, hat Peter Jerusalem die Beihilfe zum Suizid seiner Frau erst zwanzig Jahre später eingestanden, als die Tat bereits verjährt ist? Hat er Lena ihre einzige große Leidenschaft, die Liebe zu dem jungen Sänger Ludovico Fabbri, nie verziehen? Oder hatte er es vielmehr auf Lenas Erbe abgesehen? Entstanden ist ein beeindruckendes Frauenporträt und ein mitreißender Eheroman, der für die Gegenwart genauso viel Gültigkeit hat wie für die Zeit der Lena Christ.